 {"id":1310,"date":"2021-08-22T12:10:00","date_gmt":"2021-08-22T10:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/?p=1310"},"modified":"2021-10-17T08:50:00","modified_gmt":"2021-10-17T06:50:00","slug":"vor-20-jahren-unfall-tanklastzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/vor-20-jahren-unfall-tanklastzug\/","title":{"rendered":"Vor 20 Jahren &#8211; Unfall Tanklastzug"},"content":{"rendered":"<p>Mit Sicherheit war der Unfall eines mit Diesel beladenen Tanklastzuges einer der gr\u00f6\u00dften Eins\u00e4tze in der j\u00fcngeren Geschichte der Feuerwehr Wolfring.<\/p>\n<p>Das Szenario ereignete sich am 22.08.2001 um 12.10 Uhr auf der Staatsstra\u00dfe 2151. Ein mit 22 000 Liter Diesel beladenes Tankzug-Gespann kam zwischen den Ortschaften Kn\u00f6lling und Wolfringm\u00fchle ins Schlingern. Das Zugfahrzeug konnte vom Fahrer noch auf der Stra\u00dfe gehalten werden, w\u00e4hrend der Anh\u00e4nger umkippte und auf dem Asphalt dahin schlitterte. Durch Funkenbildung und die enorme W\u00e4rmeentwicklung fing der mit noch rund 9000 Litern betankte Anh\u00e4nger Feuer. Die erstanr\u00fcckende Feuerwehr Wolfring lie\u00df nach dem Eintreffen am Unfallort umgehend die Wehren aus H\u00f6gling, D\u00fcrnsricht, Schmidgaden, Trisching, Schwandorf und Schwarzenfeld durch die Einsatzzentrale Schwandorf nachalarmieren.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderBis zum Eintreffen weiterer Kr\u00e4fte sperrte die Wolfringer Wehr die Unfallstelle weitr\u00e4umig ab. Zeitgleich wurde eine Wasserversorgung vom ca. 200 Meter entfernten Fensterbach aufgebaut, um schnellstm\u00f6glich die Brandbek\u00e4mpfung am bereits im Vollbrand befindlichen Anh\u00e4nger einleiten zu k\u00f6nnen. Die zwischenzeitlich eingetroffene Feuerwehr H\u00f6gling k\u00fchlte die Zugmaschine, welche immer noch am brennenden Anh\u00e4nger angekuppelt war. W\u00e4hrend mehrere Trupps die Flammen durch L\u00f6schwasser abschirmten, \u00f6ffnete ein Atemschutztrupp das Zugmaul des Lkw, sodass dieser aus dem Gefahrenbereich gezogen werden konnte. Die verschmorten R\u00fccklichter und die angesengte Au\u00dfenhaut des Tanks zeigten, dass nur sehr wenig Zeit geblieben w\u00e4re, bis das Feuer auf das Zugfahrzeug \u00fcbergegriffen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Die nun ebenfalls am Unfallort eingetroffenen Feuerwehren Schmidgaden, Schwandorf und Schwarzenfeld unterst\u00fctzten mit deren LF16, TLF24\/50 und TLF16\/25 die L\u00f6scharbeiten. Die D\u00fcrnsrichter Wehr, die sich zur Alarmierungszeit auf Bewegungsfahrt befand, verst\u00e4rkte die Wasserversorgung. Der Schaum-Wasserwerfer SWW 2000 aus Schwarzenfeld zeigte zusammen mit drei weiteren Schaumrohren z\u00fcgig Wirkung und so war der Brand gegen 12.45 Uhr gel\u00f6scht. Nach gegebenem \u201eFeuer aus\u201c konnten, mit Ausnahme der Kr\u00e4fte aus Wolfring und H\u00f6gling, alle Wehren abr\u00fccken.<\/p>\n<p>Der nicht verbrannte auslaufende Diesel stellte nun eine enorme Gefahr f\u00fcr die Umwelt dar. Aus diesem Grund wurde s\u00e4mtlicher \u00d6lbinder, der in den Fahrzeugen und den umliegenden Ger\u00e4tehausern verf\u00fcgbar war, zur Schadensstelle gebracht, um den austretenden Kraftstoff zu binden. Mittlerweile war auch der Gefahrguttrupp der Polizei aus Regensburg vor Ort, der speziell f\u00fcr solche Schadenslagen ausgebildet ist. Zudem wurde der Gefahrgutzug der Feuerwehr Amberg angefordert, um den restlichen in den Tanks befindlichen Diesel abzupumpen. Um ein Eindringen der Fl\u00fcssigkeit in das umliegende Erdreich m\u00f6glichst zu verhindern, wurden zwei Gr\u00e4ben angelegt und diese zusammen mit der gesamten Einsatzstelle weitr\u00e4umig mit Kunststoffplanen ausgelegt.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den Gefahrgutspezialisten wurde ein Sachverst\u00e4ndiger des Wasserwirtschaftsamtes zur Unfallstelle beordert, der sogleich das Aufgraben der angrenzenden Wiese anordnete. Nach entsprechenden Untersuchungen wurde auch in tieferen Erdschichten noch Kraftstoff festgestellt. Aus diesem Grund wurde im Anschluss mit dem Abtragen des gesamten kontaminierten Erdreichs begonnen. In der Zwischenzeit wurde die Bergung der \u00dcberreste des Anh\u00e4ngers durchgef\u00fchrt. Dies wurde mittels eines Autokrans bewerkstelligt, mit dem das Wrack auf einen Tieflader verladen und von der Einsatzstelle bef\u00f6rdert wurde. Nach dem Abtransport wurden die Auswirkungen der enormen Hitze auf den Asphalt deutlich. Der Tankbeh\u00e4lter des Anh\u00e4ngers war komplett geschmolzen, die Felgen in den Teer gebrannt und die Fahrbahn dadurch bleibend gesch\u00e4digt. Der restliche auf der Stra\u00dfe befindliche Diesel wurde ein weiteres Mal mit \u00d6lbinder abgebunden. Zur endg\u00fcltigen S\u00e4uberung der Teerdecke wurde von der Stra\u00dfenmeisterei eine Kehrmaschine angefordert. Nach einer \u00dcberpr\u00fcfung der Sicherheit der Fahrbahn konnte die Staatsstra\u00dfe 2151 gegen 21.00 Uhr wieder freigegeben werden. Mit dem Abbau der bestehenden Verkehrsabsicherung war der Einsatz f\u00fcr die 33 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wolfring nach insgesamt neun Stunden beendet. Die Einsatznachbereitung mit der Reinigung der kontaminierten Einsatzkleidung und Ausr\u00fcstung dauerte in den darauffolgenden Tagen nochmals mehrere Stunden.<\/p>\n<p>Am Ende ist es dem schnellen Eingreifen und dem professionellen Handeln aller alarmierten Kr\u00e4fte zu verdanken, dass gr\u00f6\u00dferer Umwelt-, Sach- und vor allem Personenschaden vermieden wurde. Aus diesem Grund geb\u00fchrt auch nach 20 Jahren allen Helferinnen und Helfern ein gro\u00dfes Lob f\u00fcr den reibungslosen und vorbildlichen Ablauf dieses Einsatzes. Und nur wenn alle Hand in Hand \u00fcben und miteinander arbeiten, k\u00f6nnen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auch in Zukunft Schadenslagen solchen Ausma\u00dfes bew\u00e4ltigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Sicherheit war der Unfall eines mit Diesel beladenen Tanklastzuges einer der gr\u00f6\u00dften Eins\u00e4tze in der j\u00fcngeren Geschichte der Feuerwehr Wolfring. Das Szenario ereignete sich am 22.08.2001 um 12.10 Uhr auf der Staatsstra\u00dfe 2151. Ein mit 22 000 Liter Diesel beladenes Tankzug-Gespann kam zwischen den Ortschaften Kn\u00f6lling und Wolfringm\u00fchle ins Schlingern. Das Zugfahrzeug konnte vom&nbsp;&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1321,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[4],"tags":[5],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1310"}],"collection":[{"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1310"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1310\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1322,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1310\/revisions\/1322"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehrwolfring.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}